November - Jacken

Nix mehr mit goldener Herbst, jetzt ist definitv Jackenzeit. Und bei Jacke denke ich sofort an Tanja.
Einfach, weil sie mir beim Jacken-Sewalong von Elle Puls so aufgefallen ist.

Ist diese Tosti Utility Jacket nicht einfach klasse? Für mich war dieses Bild jedenfalls der Auslöser dafür, mir den Schnitt zu kaufen.
Tanja näht immer wieder tolle Jacken, schaut doch mal bei ihr auf Facebook oder Instagram vorbei.
Gerade, wenn ich was zu meiner Tosti gepostet hab, wurde immer wieder gesagt, dass man sich nicht an Jacken oder Mäntel traue. Aber es ist gar nicht so schwer! Dadurch, dass die meisten Jacken nicht voll auf Figur sitzen, hat man meiner Meinung nach mehr Spielraum bei Anpassungen als zum Beipspiel bei Jeans, Kleidern aus Webware oder Wäsche.
Mit einer guten Anleitung wird das auch klappen.Wenn ihr euch noch informieren wollt, schaut doch mal beim Jacken-Sewalong vorbei, wie die anderen so mit ihren Schnitten zurecht gekommen sind.
Zudem gibt es im Moment auch wirklich viele tolle Stoffe für Jacken. Schaut doch mal bei Aktivstoffe, Zuleeg oder Swafing. Mich für einen Stoff für meine zweite Tosti zu entscheiden, war echt schwer bei der Auswahl.



Oktober - Applikationen

Ja, ich hab noch nie appliziert. Zumindest nicht mit der Nähmaschine. Mit der Stickmaschine schon, aber die hab ich ja nicht mehr. Darum hab ich mich mal mit dem Thema befasst, genauer gesagt, erst mal gegoogelt. Appliziert hab ich immer noch nichts, im Moment gibts bei mir nicht so viel zu verzieren. Aber diese Seite möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten und ich würde mich auch freuen, in der Linkparty ein paar tolle Beispiele von euch zu finden.
Schaut doch mal bei Carla näht vorbei.
Nicht nur, dass sie so toll applizieren kann, sie zeigt auch anderen, wie es geht.
Hier das Einfärben: KLICK
Oder HIER das saubere applizieren im Geradstich.
Dazu gibts noch ihre Appli-Linkparty und die Linkparty für kostenlose Applivorlagen.

So lieb ich das, ein Blog mit ganz viel "Somachichdas" ganz ohne "Kaufdas".

August - Probenähen

Achtung: Im September ist Blogpause! Die Linkparty vom August läuft solange weiter!

Ich nehme mal an, euch geht es ähnlich wie mir und im August tut sich nähtechnisch nicht viel.
Mein Nähzimmer ist unterm Dach, also ist es mir meist zu warm. An schönen Tagen sitze ich dann lieber im Garten, aber immerhin hab ich dann meine Sticksachen dabei. Aber auch das zieht sich....
Viele sind im Urlaub (Bayern hat den ganzen August Ferien), wer Kinder hat, hat schon wieder viel mit Schule zu tun. Der August ist der Ruhemonat fürs Nähen, finde ich.
Daher hab ich mich im August für ein Thema entschieden, bei dem mal nichts Genähtes fotografiert werden muss. Im Bewusstsein, dass es heiße Diskussionen geben kann, passend zum Wetter ;)

Übrigens muss es nicht immer ein Blogbeitrag sein, um an Somachichdas teil zu haben. Ihr könnt auch Facebookbeiträge verlinken, die muss ich allerdings freischalten. Oder ihr hinterlasst einfach einen Kommentar. Gerade in letzter Zeit habe ich festgestellt, dass es wirklich gut ist, auch mal zu schauen, wie die anderen etwas machen. Eingefahrene Wege muss man auch mal verlassen.

Zum Thema Probenähen ist mir sofor DIESER Blogbeitrag eingefallen.
Kennt ihr Klitzeglück?
Ich kenne Klitzeglück seit Frangia. Das Fransenshirt war das erste Teil, was ich mir von ihr abgespeichert hab. Ihr Blog ist nicht überladen mit Links, Listen und Bildern. Sie schreibt, was sie denkt. Zugegeben, wenn ich etwas bei ihr Suche, bin ich etwas verzweifelt ob der fehlenden Tags, aber bei der Suche stolpere ich über ältere Artikel und muss gleich wieder schmunzeln.
Auch wenn ich nicht immer ihrer Meinung bin, lese ich dort trotzdem gerne.
Ich finde, es könnten sich mal ein paar Bloggerinnen eine Scheibe von ihr abschneiden. Friede, Freude, Eierkuchen finde ich  langweilig. Auf ihre Art ist auch eine Diskussion über ein heißes Thema viel interessanter und weniger nervenaufreibend.

Ich weiß nicht, ob ich im August einen passenden Beitrag hinbekomme, daher schreib ich euch einfach hier meine Meinung hin.

Jeder Designer braucht Probenäher. Logisch. Das Nervige daran ist nur die Flut, die einen überkommt, wenn man im Netz stöbert. Für jeden Pipifaxschnitt werden Unmengen von Probenähern gesucht (klar, damit betreibt man ja schon mal Werbung), solche Beiträge werden dann auch noch permanent weiter geteilt, selbst wenn die Bewerbungsfrist längst abgelaufen ist.
Darunter findet man dann auch noch so schmachtende Kommentare "Wow, was für ein toller Schnitt, den möchte ich ja sooooo gerne testen!!!", dass man denken könnte, jemand hätte das Rad neu erfunden. Meist gibt es als "Entschädigung" ja nur den Schnitt umsonst. Da muss er für mich einfach ein paar Raffinessen haben, von denen ich denke, die würde ich selbst so auf die Schnelle nicht hinbekommen. Nun gut, kann jeder machen wie er will. Das Thema "Bezahlung" hat Klitzeglück ja gut abgehandelt.

Aber, was mich wirklich, wirklich an diesem Thema nervt, sind die schauerlichen Ergebnisse. Ich kann ja hier leider keine fremden Bilder zeigen, aber die meisten wissen, was ich meine. Kleidung, die überhaupt nicht sitzt, Zugfalten, schlechte Passform, falsche Stoffwahl. Schreiend bunte Muster, die das Erkennen vom Schnitt unmöglich machen. Rüschen, Stickereien und Plotts wild übereinandergeworfen, um die Wandelbarkeit des Schnittes zu demonstrieren.
Gezeigt auf Bildern, bei denen ich mich frage, warum ich mir so viel Mühe mache, mich mit meiner Kamera anzufreunden.

Darunter das Lob des Erstellers für die fleißige Arbeit. Hä?

Ich will nicht alle Schnittmusterdesigner in einen Topf werfen. Den Schuh kann sich jeder anziehen, der mag. Oder auch nicht.
Einmal hab ich mich erdreistet und angemerkt, dass der Schnitt auf dem Bild einfach nicht passt. Da kam vom "Designer" zurück, die Probenäher dürfen nicht anpassen, damit der Kunde einen Eindruck vom "wirklichen" Schnitt bekommt. Ah, ja klar.

Wie wärs dann damit, jemanden mit Cup F einfach nicht ins Probenähteam für ein figurbetontes Kleid aus Webware aufzunehmen, wenn Anpassung nicht erwünscht ist?
Ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn bei einem Beispielbild des Schnittes was angepasstes dabei ist. Das kann man auf dem Foto doch notieren. Ehrlich gesagt, würde ich mich sogar freuen. Denn wenn die Trägerin dann meiner Figur entspricht, weiß ich, dass die Mühe der Anpassung nicht umsonst sein wird.

Oder an die Probenäherin: Es gibt ja auch Designer, die genau das verlauten lassen, wenn sie Probenäher suchen. Dann bewirbt man sich doch nicht. Was will man dann mit so einem Kleid, das nicht passt?

Liebe Designer, eure Probenäher sind euer Aushängeschild. Sucht sie gut aus, Qualität geht vor Quantiät. Es muss nicht jede Konfektionsgröße abgedeckt werden, drei bis fünf Figurtypen reichen locker, um sich einen Schnitt vorzustellen.
Seid ehrlich zu euren Probenähern. Wenn es mal nichts geworden ist und ihr die Bilder nicht zeigen wollt, sagt ihnen, warum. Wenn ihr nach bestimmten Figurtypen sucht und keine Anpassung gewünscht ist, schreibt es unter die Bewerbersuche.
Mir ist das schon unangenehm, einer bestimmten Dame immer wieder abzusagen, wenn ich Probenähen soll. Aber bis jetzt waren es eben immer Schnitte, von denen ich weiß, dass sie einfach nicht zu meiner Figur passen. Wäre doch schade um die Arbeit, für uns beide.

Und ja, ab und an bewerbe ich mich auch mal für ein Probenähen. Weils eben auch einfach mal Spass machen kann.